Handball auf dem Tangrintel

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HG Express triumphiert verdient im Derby!

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In einem echten Spitzenspiel in der bis auf den letzten Platz gefüllten Tangrintelhalle besiegte der HG Express den favorisierten BOL Absteiger ATSV Kelheim mit 29:27 (16:11).

Von Beginn an herrschte eine überragende Derbystimmung in der Halle. Es war angerichtet für ein großes Handballfest. Die ATSVler erwischten in diesem Hexenkessel den besseren Start und gingen dank eines stark aufspielenden Florian Brückl schnell mit 0:2 und 2:4 in Führung. Nach gut 10 Minuten konnten jedoch die jungen Wilden von Trainer Michael Kessner mit 5:4 zum ersten Mal in Front gehen. Niemand konnte sich wohl zu diesem Zeitpunkt vorstellen, dass die Hemauer diese Führung nicht mehr aus der Hand geben sollten. Die HG steigerte sich  von Minute zu Minute. Aus einer aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr vor dem starken Torhüter Alex Waldhier spielten die Hemauer schnell und zielstrebig nach vorne und verwandelten die herausgespielten Torchancen sicher. Die beiden Spielmacher Matthias Anzinger und Benedikt Lindner zogen dabei geschickt die Fäden und überzeugten immer wieder mit einer guten Spielübersicht. So tankten die Oberpfälzer das notwendige Selbstvertrauen, um dem ATSV bereits vor dem Halbzeitpfiff den Zahn zu ziehen: 7:6, 10:7, 11:8. Dies sollte auch gelingen, denn eine Waffe hatte Trainer Kessner noch in der Hinterhand: In der 18. Minute kam Jungkanonier David Hillert zum Einsatz und erzielte mit seiner starken rechten Peitsche sehr wichtige Tore aus 9 Metern und lies dabei dem vor der Partie hoch gehandelten Kelheimer Torhüter nicht den Hauch einer Chance. Dieser wurde schließlich zu Beginn der zweiten Hälfte von Michael Rappl im ATSV Tor ersetzt. Über 13:9 und 16:10 wurden dann beim Stand von 16:11 die Seiten gewechselt.

Eines war klar: Der ATSV würde hoch motiviert aus der Kabine kommen und dieses Spiel unbedingt drehen wollen. Somit durfte man sich keine Schwächephase leisten und dort weitermachen, wo man am Ende der ersten Spielhälfte aufgehört hatte. Genau dies gelang und der HG Express konnte seinen Vorsprung bis zum 19:14 verteidigen. Erst einige ärgerliche Zeitstrafen ermöglichten es dem ATSV auf 20:17 zu verkürzen. Doch im Stile alter Hasen behielten die jungen Spieler um Mannschaftsführer Matthias Fochler die Ruhe und zeigten das große Potential, welches in der Truppe steckt. Klasse Abwehrarbeit, schnelle Gegenangriffe und variantenreiches Positionsspiel ermöglichten es den Vorsprung auf 25:18 hochzuschrauben. So mancher Zuschauer mußte da wohl schon zweimal auf die Anzeigetafel schauen, aber es war Tatsache: Ein Sieg im Derby schien immer mehr Realität zu werden. Bis dahin (48.) passte einfach das Gesamtpaket, welches Kessner für das Spiel gegen seine ehemalige Mannnschaft geschnürt hatte. Zum Ende hin verließen nun die Hemauer immer mehr die Kräfte und Kelheim wechselte noch einmal den Torhüter. Der Rumäne zeigte jetzt seine Klasse und konnte immer wieder Großchancen des HG Expresses vereiteln. Im direkten Gegenzug gelangen den Donaustädtern ein paar schnelle Tore und somit konnten sich die Hackelsperger Schützlinge 2 Minuten vor dem Ende über 25:21 und 27:22 auf 28:25 herankämpfen. Als jedoch der erlösende 29. Treffer fiel, brachen allmählich alle Dämme. Die Schiris beendeten dieses unvergessliche Spiel beim Stand von 29:27. Die Spieler des Außenseiters ließen ihrer Freude freien Lauf  und feierten bis spät in die Nacht mit ihren Fans diesen wohl wichtigsten Erfolg in ihrer noch jungen Handballkarriere.

Über eines waren sich alle Beteiligten einig: Dieser Sieg war hochverdient. Grundlage hierfür war die beste Saisonleistung der gesamten Mannschaft. Besonders hervorzuheben ist aber sicherlich David Hillert, bei dem der Knoten endlich geplatzt ist. Auch Matthias Fochler bewies echte Führungsqualitäten und überzeugte auf der ganzen Linie.

HG Express: Alex Waldhier (TW), Stephan Fochler (TW), Oli Edenharter (TW), Matthias Fochler 7, Boris Kollmer 6/3, Matthias Anzinger 4, David Hillert 4, Andi Nutz 3, Benedikt Lindner 2, Martin Kaufmann 1, Stephan Obenhofer 1, Ludwig Pilsl 1, Ben Hillert, Jonas Malik, Denis Vasold

Endlich wieder Derbyzeit auf dem Tangrintel!

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Lang hat es gedauert. Endlich ist es wieder mal soweit. Am Samstag treffen in einem Punktspiel mit dem HG Express und dem ATSV Kelheim zwei alte sportliche Rivalen aufeinander, deren geographische Nähe schon immer für eine volle Hemauer Sporthalle und eine prickelnde Handballstimmung gesorgt hat. Auch dieses mal wird es hoffentlich wieder ein Handballfest, bei dem beide Teams auf alte Bekannte treffen werden. In Reihen des haushohen Meisterschaftsfavoriten aus Kelheim stehen mit Markus Bräutigam und Lukas Mühldorfer zwei junge Akteure, die ihr letztes Jugendjahr in der Spielzeit 2008/09 im Kader der Hemauer A-Jugend und Herrenmanschaft verbrachten und dort einen äußerst positiven sportlichen und menschlichen Eindruck hinterlassen konnten. Auf Seiten der Gastgeber tat sich zu Beginn der Vorbereitung personell auch einiges: Mit Albert (weilt bis März in Amerika) und Matthias Anzinger und dem neuen Trainer Michael Kessner wechselten drei Kelheimer Handballurgesteine aus der Donaustadt in die nahegelegene Oberpfalz. Leider erlebten beide Mannschaften auch zum Ende der letzten Saison Parallelen: Während der HG Express den Aufstieg in die BOL wegen einem Tor denkbar knapp verpasste, mußte der ATSV gleich im ersten Jahr unter dem neuen Trainer Hackelsperger den Abstieg in die Bezirksliga hinnehmen.
Nicht zu vergleichen sind jedoch die Kader der beiden Kontrahenten:
Während Hemau mit einer sehr jungen und unerfahrenen Truppe ins Derby geht, stehen in den Reihen der Kelheimer eine Reihe erfahrener und etablierter BOL – Spieler, ergänzt durch aufstrebende junge Nachwuchskräfte. Schon allein dies hätte zu Saionbeginn für die klare Favoritenrolle in der Bezirksliga Ost gereicht. Doch wie wichtig dem ATSV der direkte Wiederaufstieg in die BOL ist, zeigte sich spätestens dann, als sich die Nachricht vom neuen Torhüter wie ein Lauffeuer im Handballbezirk verbreitete. Mit Raul Adam wurde ein Spieler aus der höchsten rumänischen Spielklasse verpflichtet, der ohne jeden Zweifel der Topspieler auf Bezirksebene in Ostbayern ist und selbst in jeder Bayernligamannschaft ohne große Anstrengung zum Leistungsträger werden würde. Also eine ganz besondere Herausforderung für die jungen Wilden vom HG Express.
Nichtsdestotrotz haben Derbys schon immer ihre eigenen Gesetze. Der HG Express braucht sicherlich einen optimalen Tag, muss die eigene Fehlerquote auf ein Minimum herunterfahren und sich das berühmte Quäntchen Glück hart erarbeiten, um den souveränen Tabellenführer in Verlegenheit bringen zu können. Doch sollte am Samstag alles passen und die Unterstützung der treuen Hemauer Fans ihr Übriges dazu tun, sind unsere Jungs sicherlich nicht chancenlos.

HG Express schlägt SG Regensburg II klar

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Im vierten Saisonspiel landete der HG Express mit einem 34:26 (15:10) gegen die Reserve der SG Regensburg seinen vierten Sieg und liegt mit 8:0 Punkten hinter dem Aufstiegsfavoriten aus Kelheim (10:0) auf einem erfreulichen zweiten Tabellenplatz.

Mit großem Respekt traten die Spieler von Trainer Michael Kessner bei den Domstädtern an, denn nicht umsonst erlebte jüngst der BOL – Absteiger aus Auerbach beim 25:26 in Regensburg eine böse Überraschung. Dies galt es mit einer konzentrierten Leistung unbedingt zu vermeiden. Leider gelang dies in den ersten 15 Minuten nur bedingt. Immer wieder schlichen sich leichte technische und taktische Fehler ins Spiel der Hemauer ein und die SG konnte das Spiel offen gestalten (1:2, 4:2, 5:5). Erst als die Abwehr besser ins Spiel fand und im Angriff die leichten Tore erzielt werden konnten, setzte sich die HG auf 8:5 ab. Bis zur Halbzeit pendelte sich der Vorsprung letztendlich auf 5 Tore ein und somit wurden die Seiten beim leistungsgerechten Stand von 15:10 gewechselt.

Nach Wiederanpfiff zeigte der HG Express vor allem im Angriff eine starke Leistung und überzeugte durch schnelles und zielstrebiges Angriffsspiel. Besonders in Szene setzen konnte sich dabei immer wieder Andi Nutz am Kreis, der sich geschickt absetzte, von den Rückraumspielern klasse in Szene gesetzt wurde und schließlich sicher verwandeln konnte. Außerdem zeigte Bo Kollmer eine beeindruckende Treffsicherheit vom 7m – Punkt und verwandelte 8/8  sicher. Beim Zwischenstand von 22:15 änderte die SG überraschend ihre Taktik und versuchte das Spiel mit den Waffen der Hemauer doch noch zu kippen. Über Schnellangriffe arbeitete sich die körperlich klar überlegene Regensburger Mannschaft bis auf 24:20 heran. Nachdem sich die von Martin Kaufmann organisierte Abwehr auf die veränderte Spielweise eingestellt hatte, wurde der alte Torevorsprung schnell wiederhergestellt und das Spiel schließlich klar und hochverdient mit 34:26 gewonnen.

Insgesamt zeigte sich die Mannschaft gegenüber dem Auftritt gegen den TV Wackersdorf über 60 Minuten deutlich verbessert und kann auf diese Leistung aufbauen. Einzig die Vielzahl der trotz der 34 erzielten Tore ausgelassenen Torchancen muss unbedingt verbessert werden, um in den nächsten Spielen die vermeintlichen Topmannschaften der Liga aus Kelheim und Auerbach etwas ärgern zu können.

HG Express: Stephan Fochler (TW), Alex Waldhier (TW), Boris Kollmer 11/8, Matthias Anzinger 7, Andi Nutz 5, Benedikt Lindner 3, David Hillert 2, Matthias Fochler 2, Martin Kaufmann 1, Jonas Malik 1, Ben Hillert 1/1, Stephan Obenhofer 1/1

Niederlage in Cham

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Für die stark ersatzgeschwächte weibliche C-Jugend setzte es am Samstag Vormittag in Cham eine 11:18 (6:8) Niederlage. Ohne vier Stammspieler mussten unsere Mädels mit nur sechs Feldspielern antreten. Nach einem schwachen Start lag man mit 0:2 und 1:4 im Rückstand, ehe man mit vier Treffern in Folge mit 5:4 in Führung ging. Über das 6:6 konnte die Heimmannschaft in der ausgeglichenen ersten Hälfte noch auf 6:8 davonziehen. Nach der Pause verschlief die junge HG Mannschaft wieder die Anfangsphase, was es dem Gegner erlaubte auf 6:13 davonzuziehen. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel im Prinzip schon gelaufen. Nach dem 11:16 für die HG konnte Cham noch zwei Tore erzielen und somit an diesem Tag den verdienten Sieg einfahren. Trotz der gegnerischen Überlegenheit zeigten unsere Mädels immer Kampfgeist und Einsatzbereitschaft, was absolut für die Mannschaft spricht. Anna Fichtl absolvierte ihren ersten Einsatz im HG Tor.

Aufstellung: TW Sophie Bucher (+2), TW Anna Fichtl, Melissa Kutschke (4), Christina Bleicher (4), Elisa Pickl (2), Marie Hardt (1), Sarah-Lou Dietl, Andrea Peter.