Handball auf dem Tangrintel

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Völlig unnötige Niederlage in Neunburg

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Nach der bisher schwächsten Saisonleistung mußte sich der HG Express mit 22:25 (12:10) dem bis dahin sieglosen Neunburgern völlig verdient geschlagen geben. Dabei hätte eine normale Leistung ausgereicht, um einen arg dezimierten Gastgeber besiegen zu können. Neunburg trat ohne Fuchs und Kessler an und mußte zu dem nach 46 Minuten auf  Halb Rechts Sturm verzichten, der ohne Fremdeinwirkung verletzt ausscheiden mußte. Doch der Reihe nach. Neunburg kam besser ins Spiel und ging von Beginn bis zum 5:4 stetig in Führung. Als sich der HG Express nach gut 10 Minuten besser auf den Angriff der Gastgeber eingestellt hatte, zeichnete sich immer mehr ab, dass sich das Blatt jetzt wenden sollte. Immer wieder über David Hillert kam man nun zu einfachen Toren und setzte sich bis auf 10:7 ab. Leider versäumte es die Mannschaft von Trainer Michael Kessner nach gut 20 Minuten sich noch deutlicher abzusetzen. Unüberlegtes und unstrukturiertes Angriffsspiel verbunden mit einfachsten technischen Fehlern zeigten bereits jetzt, dass die Hemauer heute nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatten. Letztendlich ging man mit einem nicht zufrieden stellenden 12:10 in Pause. In Hälfte 2 klappte nun praktisch nichts mehr. Im Angriff reichte es von Neunburger Seite aus eine kompakte Abwehr aufzubieten, um dem drucklosen Spiel des HG Expresses ohne Mühe Stand halten zu können. In der eigenen Defensive gingen die Rückraumspieler durch die eigene Abwehr, wie ein Messer durch weiche Butter. Nichts sollte klappen. Die Außen spielten keine Rolle, weil im Rückraum zu wenig Druck aufgebaut wurde. Immer wieder lief man sich vorne ohne jegliche Torchance am Gegner fest oder produzierte technische Fehler am Fließband. Auch die Entscheidungen von Trainer Kessner waren an diesem Tag nicht die Glücklichsten, so dass sich der FC Neunburg völlig verdient über den ersten doppelten Punktgewinn freuen durfte. Jetzt heißt es schnell den Mund abputzen und sich für die beiden Herkulesaufgaben gegen den Tabellenführer vom ESV Regensburg und auswärts beim Aufstiegsaspiranten Forchheim zu rüsten, um nicht Gefahr zu laufen, zweimal unter die Räder zu kommen.

HG Express: Oliver Edenharter (TW), Stephan Fochler (TW), Matthias Anzinger 2, Matthias Fochler, Ludwig Pilsl, Stephan Obenhofer 3/1, Benedikt Lindner 5, David Hillert 9/2, Denis Vasold, Albert Anzinger 2, Dominik Ferstl 1/1, Martin Kaufmann

7m: Hemau  4/4     FCN  6/4

2min: Hemau 10    FCN 6

HG Express zu Gast in Neunburg

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Nach zwei freien Wochenenden geht das Abenteuer BOL für den HG Express am kommenden Samstag in die nächste Runde. Dabei trifft man auf die Mannschaft des FC Neunburg v.W., Anwurf ist um 19.00 Uhr. Die aktuelle Tabellensituation lässt so manchem Beobachter momentan verwundert die Augen reiben: Der Aufsteiger vom Tangrintel steht auf dem sensationellem 2.Platz und hat bislang 7 Minuspunkte Vorsprung auf Neunburg und immerhin schon 8 Minuspunkte Vorsprung auf Schlusslicht Kelheim. Dies beruhigt natürlich momentan ungemein. Jedoch warnt Trainer Kessner sein junges Team praktisch in jedem Training davor, sich auf diesem Saisonstart  auszuruhen, denn abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss. Schon auf Grund der sicherlich mehr als unbefriedigenden Tabellensituation der Neunburger, werden die Mannen von Spielertrainer Kessler alles daran setzten, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Dabei liegt die Stärke der Kessler – Truppe eindeutig auf der linken Angriffseite, wo mit Fuchs und Kessler zwei echte Tormaschinen auf die HG Abwehr treffen werden. Doch auch mit dem Ex Bayernligakreis Reitinger und dem jungen Duscher stehen weitere brandgefährliche Akteure in Reihen des Gastgebers. Zu der unheimlichen körperlichen Präsenz kommt des Weiteren 60 Minuten Tempohandball auf die Abwehr um Matthias Fochler zu. Nur wenn der HG Express in der Lage sein wird über die volle Spielzeit den Kampf und das Tempo der Neunburger anzunehmen, besteht in diesem Spiel eine Chance auf etwas Zählbares. Bleibt also zu hoffen, dass die Spieler der HG Hemau/Beratzhausen den Schwung der letzten Wochen über die spielfreie Zeit retten konnten und ähnlich couragiert und konzentriert auftreten werden.

Heimniederlage für wB

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Nach dem knappen Sieg im letzten Spiel gegen die SG Schierling/Langquaid folgte das Rückspiel gegen die Schierlinger gleich am nächsten Wochenende. Leider fiel das Ergebnis alles andere als gut aus und die HG Mädels mussten eine 5:11 (4:4) Niederlage hinnehmen. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte standen sich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber, wobei das Spiel von guten agierenden kompakten Abwehrreihen  geprägt war. Daher trennte man sich zur Halbzeit mit einem offenen 4:4 Unentschieden. In der zweiten Hälfte beim Stand von 5:6 war das Schierlinger Tore auf einmal wie vernagelt und alle Hemauer Angriffe blieben fruchtlos. In dieser Phase konnte sich der Gegner auch aufgrund einiger individueller Fehler absetzen und das Spiel letzlich für sich entscheiden. An diesem Tag gewann Schierling verdient, jedoch eindeutig zu hoch.

Aufstellung: TW Sophie Bucher, TW Anna Fichtel, Elsa Rau (4), Elisa Pickl (1), Melissa Kutschke, Marie Hardt, Sofie Edenharter, Sarah-Lou Dietl, Andrea Peter, Katharina Twers, Franziska Schuderer.

HG Express bleibt zu Hause eine Macht

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Auch im dritten Heimspiel der Bezirksoberligasaison gelingt der HG Hemau/Beratzhausen ein knapper, aber verdienter Sieg gegen den Mitaufsteiger vom SV Buckenhofen. Am Ende durfte die Mannschaft zusammen mit den 250 Zuschauern ein 27:25 (16:12) und weitere zwei wichtige Zähler gegen den direkten Wiederabstieg feiern. Zu Beginn zeigten die körperlich überlegenen Franken genau das Bild, wo vor Trainer Kessner ausdrücklich gewarnt hatte: Eine massive Abwehrreihe und schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, wobei mit Philipp Wolf ein junger Ausnahmekönner stets brandgefährlich im 1 gegen 1 auf Halb links zu Werke geht. Bereits nach wenigen Minuten stand es 1:5 für die hochmotivierten Gäste und es wurde dringend Zeit endlich ins Spiel zu finden. Nach dem 3:7 (10.) kämpfte man sich über eine deutliche Steigerung vor allem im Spiel nach vorne immer näher an die Buckis heran und glich schließlich nach 17 Minuten zum 9:9 erstmals aus. Garant für diesen Zwischenspurt, der schließlich in einer 16:12 Pausenführung enden sollte, war wie bereits in der Vorwoche gegen Kelheim Rechts Außen Denis Vasold. Dieser wurde vom Rückraum immer wieder klasse frei gespielt und verwandelte 5x traumhaft sicher im Tor der Gäste. Diese zeigten sich sichtlich verunsichert und verloren gegen Ende der ersten Hälfte immer mehr den berühmten Faden. Sicherlich erhielt das Spiel des SV auch einen Dämpfer, als der überragende Wolf (am Ende 11 Tore) kurzzeitig mit einer Kinnverletzung mehrere Minuten auf der Bank behandelt werden mußte. Der HG Express nutzte diese Phase, um seine Abwehr zu stabilisieren.

In der zweiten Hälfte liefen die Hemauer zu Beginn Gefahr, das Zepter wieder an die Buckis zu verlieren. Diese erstickten in den ersten knapp 10 Minuten die  Angriffsbemühungen der Heimmannschaft im Keim und arbeiteten sich gegen eine nun wieder zu passiv auftretende 5-1-Deckung Tor um Tor heran. Beim Stand von 18:17 stand das Spiel auf der Kippe. Doch immer wenn es brenzlig wird, hat Trainer Kessner seine Wurfmaschine David Hillert in der Hinterhand. Dieser erzielte in engen Situationen wichtige Tore und hielt sein Team so in Führung. Seinen Anteil an dem 3-4 Torevorsprung Mitte des zweiten Durchgangs hatte auch Boris Kollmer, der 5 mal sicher vom 7m Punkt verwandeln konnte. Doch die Tangrintelhalle wäre in dieser Saison nicht die Tangrintelhalle, wenn es zum Schluss nicht noch mal eng und dramatisch  geworden wäre. Wie in den beiden Heimspielen gegen Herzogenaurach und Amberg kämpfte sich der Gast dank einer zu passiven Abwehrleistung und unüberlegtem Angriffsspiel der Tangrintler Tor um Tor heran. Nach zweifacher Manndeckung gegen Hillert und Anzinger stellte SV – Trainer Schindler beim Stand von 26:23 gut 3 Minuten vor Abpfiff auf eine offene 0-6-Deckung um. Hemau kam mit dieser Maßnahme gar nicht zu recht und die Buckis verkürzten auf 26:25. 75 Sekunden waren jetzt noch zu spielen und die Spannung am Siedepunkt. David Hillert erkämpfte sich nach einem 20m Pass aus der eigenen Spielhälfte den Ball am gegnerischen Kreis. Unter dem frenetischen Jubel der großartigen Hemauer Zuschauer traf er zum 27:25 Endstand.

Unter dem Strich bleibt ein weiterer winziger Schritt zum großen Traum des Klassenerhalts. Bemerkenswert ist sicherlich die tolle Entwicklung der gesamten Mannschaft in den letzten Monaten harter Arbeit, auf der sich mit dem gewonnenen Selbstbewußtsein und dem nötigen Sinn für die Realität weiterhin aufbauen läßt.

HG Express: Oliver Edenharter (TW), Stephan Fochler (TW), Matthias Anzinger 3, Matthias Fochler 1, Ludwig Pilsl, Stephan Obenhofer, Benedikt Lindner 2, David Hillert 9/3, Denis Vasold 5, Albert Anzinger 2, Dominik Ferstl 2, Boris Kollmer 5/5, Thomas Paßberger, Martin Kaufmann

7m: HG   9/8        SV   7/4

2min: HG   5     SV   8