Die HG Hemau/Beratzhausen verliert beim 23:24 (13:13) wichtige Punkte im Kampf um einen der beiden ersten Plätze der Bezirksliga Ost. Dabei fand man nie ins gewohnte Tempospiel und lies sich die langsame Spielweise des Gegners über 60 Minuten aufzwingen. Einzig beim Stand von 21:18 konnte sich der HG Express etwas absetzen, mußte diesen hart erkämpften Vorsprung in doppelter Unterzahl jedoch schnell wieder abgeben. Da nun bei mehreren Torabschlüssen das Aluminium im Weg stand, kam zu einer Vielzahl von unnötigen Fehlern auch noch Pech dazu, welches die clever spielenden Domstädter ausnutzen und sich 60 Sekunden vor Abpfiff zum entscheidenden 22:24 absetzen konnten. Jetzt heißt es möglichst schnell wieder zurück in die Spur zu finden, um nächstes Wochenende beim Tabellenführer in Kelheim ein gutes Spiel abliefern zu können.
Das Spiel beim TV Wackersdorf wurde das erwartet schwere Stück Arbeit. Letztendlich konnte der HG Express jedoch mit einem klaren 26:16 (10:9) die Heimreise antreten und den 2. Platz in der Bezirksliga Ost weiterhin festigen.
Alles sollte so kommen, wie es Trainer Kessner die ganze Woche über im Training rauf und runter gepredigt hatte: Der TV spielte im Angriff geradlinig und ohne großartige Spielanlage über ihre Wurfstarken Halben und arbeitete in der Abwehr körperbetont in einer tiefstehenden 6-0-Deckung. Genau mit diesen Faktoren hatte die HG in der Anfangsviertelstunde mehr Probleme, als man erwarten konnte. So entwickelte sich eine ausgeglichene erste Spielhälfte auf niedrigem Niveau: 0:1, 2:3, 4:4. Beim Stand von 7:6 ging der HG Express zum ersten Mal in Führung. Doch immer noch vergab man eigene Einwurfgelegenheiten viel zu häufig und spielte zu druck- und ideenlos. In der eigenen Defensive spiegelte sich zum Glück immer mehr heraus, dass Stephan Fochler im Tor der Hemauer einen absoluten 1a Sahnetag erwischt hatte. Über die gesamte Spielzeit hinweg vereitelte er Wackersdorfer Großchancen zu Hauf, hatte an fast allen 7m – Würfen seine Hand am Ball und riss so sein Team immer wieder mit. In Minute 21 reichte es dem Hemauer Trainer endgültig. Er nahm eine Auszeit, in der er seinen Jungs mit wenigen Worten unmißverständlich und laut klar machte, weshalb Wackersdorf immer mehr an seine Chance glauben konnte. Diese kurze aber knackige Ansprache sollte helfen. Hemau spielte plötzlich druckvoller und geduldiger vor der Wackersdorfer Abwehr und konnte sich erstmals mit 2 Toren absetzen: 9:7, 10:8. Einzig leichtfertig versiebte Tormöglichkeiten verhinderten einen drei oder vier Torevorsprung, so dass die Heimmannschaft sogar mit der Schlusssirene noch einmal auf 10:9 verkürzen konnte.
In Hälfte 2 fanden die ohne den verletzten Matthias Anzinger und die beruflich verhinderten Bo Kollmer und Denis Vasold angetretenen Tangrintler gleich von Beginn an besser ins Spiel und setzten sich über 13:12 und 15:12 auf das vorentscheidende 20:14 ab. Eine Flut von berechtigten Zeitstrafen auf beiden Seiten (insgesamt 17 x 2min) ließen das Spiel immer mehr zur Nebensache werden. Äußerst ärgerlich und nicht zu akzeptieren waren hierbei die teilweise völlig unnötigen Hinausstellungen auf Hemauer Seite. Die vielen Unterbrechungen ließen keinen Spielfluß zu und so dauerte die Partie schließlich Stolze 95 Minuten. Hemau zeigte aber jetzt klar, dass sie die bessere Spielanlage haben und spielten vor allem Ben Hillert auf Links Außen frei, der traumhaft sicher verwandeln konnte. Ein besonderes Lob verdiente sich auch Matthias Fochler, der auf der ungewohnten Rückraumposition Übersicht bewies und überzeugen konnte. Nicht oft genug kann man nach diesem Spiel Stephan Fochler loben, der auch in den letzten 10 Spielminuten den Gegner schier zur Verzweiflung brachte und Standing Ovations von den mitgereisten Fans erntete. Die beiden guten Amberger Schiedsrichter beendeten die Partie schließlich beim Stand von 26:16 und der HG Express konnte zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei auf der Habenseite verbuchen.
Nach der überraschenden Niederlage der Auerbacher gegen Neutraubling liegt man momentan 6 Minuspunkte vor dem Tabellendritten und hat gute Chancen den Relegationsplatz am Ende der Saison zu erreichen. Auf Platz 1 liegt weiterhin mit einem Punkt mehr der Ligaprimus vom ATSV Kelheim, der erwartungsgemäß in Neutraubling gewinnen konnte.
HG Express: TW Stephan Fochler (1.-60.; 3 von 7 7m), Matthias Fochler 7, Ben Hillert 5, David Hillert 5, Jonas Malik 3/2, Stephan Obenhofer 2/1, Bernhard Göll 1, Dominik Ferstl 1, Benedikt Lindner 1, Ludwig Pilsl 1, Andi Nutz
Am Samstag startet der HG Express nach zweieinhalb Monaten, in denen nur ein Punktspiel statt fand, in die entscheidende Phase der Bezirksligasaison 2009/10. Der Auftakt zu einer Serie von immerhin vier Spielen am Stück findet am Samstag (20.00) bei der Mannschaft der Stunde in Wackersdorf statt. Die Handballer vom TV konnten in ihrem letzten Spiel einen überzeugenden 28:20 Heimsieg gegen den TSV Neutraubling landen und sich im Mittelfeld der Tabelle etablieren. Die junge Mannschaft von Coach Kessner wird auf ein selbstsicheres Team treffen, welches durch sein körperbetontes Spiel in der Abwehr und sein geradliniges Spiel im Angriff bereits im Hinspiel überzeugen konnte. Leider dreht sich gerade jetzt das Personalkarussell auf dem Tangrintel heftiger als man es in dieser entscheidenden Saisonphase brauchen kann: Bo Kollmer und Denis Vasold werden beruflich verhindert sein, Matthias Anzinger fehlt verletzungsbedingt und hinter den Einsätzen von Jonas Malik, Ben Hillert und Alex Waldhier stehen auf Grund leichterer Verletzungen auch Fragezeichen fürs kommende Wochenende. Bleibt also zu hoffen, dass diese Ausfälle kompensiert werden können und den heimstarken Wackersdorfern ein großer Kampf geboten wird. Der wird sicherlich nötig sein, um aus dem Sportpark etwas Zählbares mitzunehmen und den zweiten Platz in der Bezirksliga Ost weiterhin festigen zu können. Also auf geht`s Fans nach Wackersdorf, es erwartet euch eine bestimmt enge und interessante Partie!
In einem mäßigen Bezirksligaspiel besiegt die HG Hemau den Tabellenletzten aus der Domstadt verdient mit 24:16 (12:9).
Die große Frage vor diesem Spiel war, wie hat die junge Truppe von Coach Kessner die 8 (!) wöchige Spielpause überstanden. Irgendwie hatte der Beginn der Begegnung etwas von einem Saisonauftakt mitten in der Saison. Niemand wußte so recht, wo man steht. Dementsprechend zäh rollte die Partie dann auch an. Die HG Regensburg erwischte einen optimalen Start und führte nach 3 Minuten mit 0:2. Hemau verzettelte sich in Einzelaktionen und bekam die gegnerischen Spieler in der eigenen Abwehr nicht zu fassen. Erst nach gut 10 Minuten konnte zum 4:4 ausgeglichen werden. Doch wieder wurden einfache Bälle völlig unnötig verloren und gute Tormöglichkeiten kläglich vergeben. Regensburg setzte sich wieder auf 4:6 ab und schön langsam musste etwas passieren, sonst hätte das Tabellenschlusslicht mit seinen langen Angriffen dem Spiel endgültig seinen Stempel aufgedrückt. Der HG Express steigerte sich zum Ende der ersten Halbzeit und konnte sich aus einer besseren Abwehr und schnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff über 7:7 und 8:8 auf 12:8 absetzen. Leider musste man kurz vor dem Halbzeitpfiff das unnötige 12:9 hinnehmen und schickte so den immer kämpfenden Gast mit einer Portion Hoffnung auf eine Überraschung in die Kabine.
In Hälfte 2 entwickelte sich ein oft zu hart geführtes, unattraktives Handballspiel. Hemau behielt bis zum 14:10 in der 35. Minute alles im Griff und versäumte es in den ersten Minuten dieser Halbzeit den Sack frühzeitig zu zu machen. Statt dessen kassierte man zweifelhafte Zeitstrafen und ermöglichte der HG Regensburg in doppelter Überzahl auf 14:12 zu verkürzen. Das Spiel wurde von Minute zu Minute härter und entglitt den Schiedsrichtern immer mehr. Überharte Angriffe, die nur dem Körper der Hemauer Spieler galten, wurden falsch bewertet und nicht mit der nötigen progressiven Strafe geahndet. Auf beiden Seiten wurden immer mehr strittige Entscheidungen getroffen, die den Spielfluss Mitte der zweiten Hälfte praktisch zum Erliegen brachten. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Spielmacher Bene Lindner und konnte seine Mannschaft nicht mehr auf der Platte unterstützen. Beim Stand von 16:15 bekamen die Regensburger nochmals Tuchfühlung zum HG Express. Doch jetzt zeigten die Spieler aus dem Tangrintel, weshalb man zurecht unter den ersten drei Teams der Liga ist. Technische Fehler der Gastmannschaft wurden eiskalt mit klasse Kontern bestraft. Vor allem Torhüter Olli Edenharter überzeugte in den letzten 10 Minuten mit guten Paraden und tollen Pässen auf die pfeilschnellen Jonas Malik und Ben Hillert, die sicher verwandeln konnten. So setzte sich der HG Express von 16:15 auf 23:15 ab und gewann letztendlich verdient mit 24:16.
Der Anfang wäre getan. Mehr jedoch auch nicht. Mit nun 14:2 Punkten steht man weiterhin auf Platz 2, dicht hinter dem großen Titelfavoriten vom ATSV Kelheim (15:3). Um in drei Wochen in Wackersdorf bestehen zu können, benötigt man eine deutliche Leistungssteigerung. Es bleibt zu hoffen, dass bis dahin alle Verletzungen vollends auskuriert sind, und die Mannschaft wieder in voller Stärke auflaufen kann.
HG Express: Olli Edenharter (TW, 1-60), Stephan Fochler (TW), Matthias Anzinger 5, Jonas Malik 5/1, Bene Lindner 4, Matthias Fochler 3, Ben Hillert 2, Andi Nutz 2, Martin Kaufmann 1, Stephan Obenhofer 1, Ludwig Pilsl 1, Bo Kollmer