Vielleicht sollte man diesmal ein wenig weiter ausholen, um das zusammenzufassen, was sich letzten Samstag in Schierling ereignete. Wie immer treffen wir uns am Kollmer-Parkplatz zur gemeinsamen Weiterfahrt und müssen auch diesmal – wie leider immer öfter in dieser Saison – bis zuletzt hoffen, dass sich auch diesmal eine schlagkräftige Truppe zusammenfindet, die sich dann auf den Weg macht, um immerhin die meisterlichen Fahnen der HG in der Bezirksklasse hochzuhalten. Letzten Samstag waren das dann doch wenigstens 10 Spieler, auf die man sich verlassen konnte.
Aber wie schon in den letzten Spielen, so fehlte auch zu Beginn dieser Partie unserem Aufbauspiel, der Spielwitz bzw. die nötige Durchschlagskraft. Hier merkte man in der gesamten Mannschaft den fehlenden Trainingsumfang. So wurden viele Würfe nicht genügend vorbereitet und deshalb auch nicht verwandelt. Über ein 5:5 gerieten wir in einen 6:9 Rückstand, der bis zur Pause sogar auf ein 10:16 anwuchs.
In der zweiten HZ wollten wir dennoch versuchen, das Spiel noch zu drehen, auch wenn die Schierlinger weiterhin in der Abwehr kompromisslos und der Schiedsrichter auf seine einzigartige Weise, aber dafür auch sehr einseitig, agierten. Leider schafften wir es über ein 15:21 bis zum 18:24 nicht, die einfachen Tore zu machen, was im Angesicht unserer nicht vorhandenen Ausdauer, wahrscheinlich schon die Niederlage besiegeln hätte müssen. Jedoch schafften es wiederum die Schierlinger in einem noch höheren Maße abzubauen, so dass wir bis zum Ende noch auf ein 25:28 verkürzen konnten und unnötig wie ein Kropf die Punkte liegen ließen.
Als Fazit des Spiels könnte man jetzt schreiben, dass wir zu schlecht waren oder dass die Schierlinger den Sieg mehr wollten als wir. Man könnte auch schreiben, dass wir zu wenige Schiedsrichter haben und dass man froh sein muss, wenn überhaupt ein Schiedsrichter für die Spiele angesetzt werden kann. Das sind alles sicherlich zuteffende Aussagen, genauso wie, dass es wenigstens für mich keinen großen Sinn ergibt, wenn die so spärlich gesäten Männer in Schwarz bereits vor einem Spiel ihr Bierpensum der letzten Weihnachtsfeier nachzuholen versuchen. Was passiert denn eigentlich mit so einem Sportsfreund, wenn er das nicht bei einem Spiel der untersten Erwachsenenspielklasse, sondern bei einem Jugendspiel abzieht? Ich denke, darüber sollte man sich im Bezirk mindestens genauso viel Gedanken machen, wie über den offensichtlichen Schiedsrichtermangel.
Aufstellung: TW Oliver Edenharter(+3); Dominik Ferstl(6/1), Dieter Hierl(4), Daniel Götz(3), Thomas Lell(3), Willy Bauer(3/2), Thomas Hanfstingl(2), Gerhard Vasold(2/1), Jonas Edenharter(1), Michael Ehrl(1);
Mit einer mehr als deutlichen 3:22 (1:13) Niederlage gegen den favorisierten ESV 27 Regensburg beendete die weibliche C-Jugend eine mäßige Hinrunde in der Bezirksliga Süd. Erneut mit Personalproblemen geplagt taten sich die Mädels der HG das ganze Spiel über extrem schwer. Nach dem 0:4 Rückstand gelang Christina Bleicher der erlösende erste Treffer nach etwa zehn Minuten Spielzeit. In der Abwehr zeigte die körperlich unterlegene HG gegen den Regensburger Positionsangriff eine relativ gute Leistung. Jedoch bestrafte der Gegner jeden Ballverlust der Heimmannschaft mit einem Gegenstoß. Torhüterin Sophie Bucher zeigt das gesamte Spiel über eine herausragende Leistung und verhinderte Schlimmeres. In der zweiten Hälfte konnte die HG noch auf 3:16 verkürzen, jedoch verschärfte der Gegner daraufhin seine Abwehr, was letztendlich zum etwas zu hoch ausgefallenen 3:22 Auswärtssieg der Regensburgerinnen führte.
Aufstellung: TW Sophie Bucher (+1), Elsa Rau (2/2), Christina Bleicher (1), Melissa Kutschke, Marie Hardt, Franziska Schuderer, Andrea Peter, Sarah-Lou Dietl.
Die letzen Spiele in 2009 bestreiten drei Mannschaften der HG Hemau/Beratzhausen an diesem Wochenende:
Beim Tabellenletzten der Bezirksoberliga, dem Baiersdorfer SV, tritt die männliche A-Jugend am Samstag um 13.00 Uhr an. Die HG-A-Jugend ist derzeit Fünfter und könnte mit einem Sieg auf jeden Fall Abstand zum Tabellenende halten. Im Hinspiel in der Tangrintelhalle, hat die A-Jugend gegen eben diesen Gegner quasi den Sieg verschenkt, und Unentschieden gespielt, was bisher den Franken aus Baiersdorf den einzigen Punktgewinn brachte. So hofft das Team der Trainer Macha und Fochler auf ein gutes Spiel der A-Jugend zum Abschluß des Jahres, damit die abendliche Weihnachtsfeier entsprechend positiv aufällt.
Ebenfalls Samstagnachmittag ist die Herrenreserve nochmal im Einsatz. Gegner ist in Schierling um 15.30 Uhr die SG Schierling/Langquaid, die zuhause keineswegs unterschätzt werden darf. Bereits im Hinspiel konnten die Mannen um Betreuer Reinhard Lindner nur sehr knapp mit einem Tor gewinnen. Und der Gegner hat bisher zwar nur einmal Unentschieden gespielt, aber sämtliche Niederlagen fielen nur knapp aus. Es heisst also warm anziehen für den Big-Block beim Spiel gegen die SG Schierling/Langquaid.
Das Spieljahr 2009 beschließt am Sonntag in der Tangrintelhalle Hemau um 15.30 Uhr die weibliche C-Jugend in der Bezirksliga Süd gegen den ESV 27 Regensburg. Der Tabellenzweite aus Regensburg ist klarer Favorit gegen die Mädels von Trainer Pilsl. Doch will man nicht kampflos die Punkte nach Regensburg geben. Über Unterstützung von den Rängen würden sich die Mädels auf jeden Fall freuen.
Dank einer überragenden zweiten Spielhälfte konnte der HG Express das letzte Hinrundenspiel gegen den HC standesgemäß mit 36:18 (13:8) für sich entscheiden und geht mit 12:2 Punkten und als vorläufiger (Kelheim kann bei einem Sieg im Nachholspiel gegen Auerbach noch den Platz an der Sonne für sich beanspruchen) Tabellenführer in die Winterpause.
Zu Beginn der Partie knüpften die Tangrintler Handballer jedoch leider an die zweite Halbzeit gegen Auerbach an: Viele technische Fehler, schwache Torausbeute und wenig Druck im Spiel 6-6 prägten die ersten 20 Minuten. Über ein 4:1 und 7:3 konnte man sich daher nicht deutlicher absetzen und somit blieben die handballerisch klar unterlegenen Weidener beim 8:6 immer noch auf Tuchfühlung. Dies sollte sich bis zum Pausenstand von 13:8 auch nicht ändern. Die Pausenansprache von Trainer Kessner dauerte dieses mal keine Minute, denn wem man diesen biederen Auftritt zu verdanken hatte, war wohl jedem Beteiligten klar: Die eigenen leichten und völlig unnötigen Fehler waren das berühmte Salz in der Suppe und verhinderten eine viel deutlichere Führung. Man konnte sich heute nur selber schlagen.
Doch die folgende Leistungssteigerung, entsprach schon eher dem, was man gegen einen schwachen Gegner erwarten kann. Über eine wachsame Abwehr und zielstrebiges Angriffsspiel in der 1. und 2. Welle bauten die Spieler um Spielführer Matthias Fochler den Vorsprung Tor um Tor aus (18:8, 22:11). Alle Spieler erhielten jetzt Spielpraxis und überzeugten auf der ganzen Linie. Beim Stand von 25:16 sollten dem HG Express sogar 7 Tore in Serie zum Zwischenstand von 32:16 gelingen. Schließlich beendeten die beiden Sulzbacher Schiedsrichter die einseitige Begegnung bei einem hoch verdienten 36:18.
Nach diesem Pflichtsieg ist vor allem die positive Reaktion der gesamten Mannschaft nach einer schwachen ersten Spielhälfte hervorzuheben. Mit den 23 geworfenen Toren in den zweiten 30 Minuten zeigte die Mannschaft um den starken Spielmacher und Goalgetter Matthias Anzinger, wozu man bei voller Konzentration und Einstellung in der Lage ist. Einzig die Knieverletzung von Denis Vasold, dem die Mannschaft auf diesem Wege baldige Genesung wünscht, trübte den erfolgreichen Nachmittag.
HG Express: Stephan Fochler (TW), Matthias Anzinger 9, David Hillert 6/1, Jonas Malik 6/2, Ben Hillert 3, Ludwig Pilsl 3, Matthias Fochler 2, Martin Kaufmann 2, Benedikt Lindner 2, Andi Nutz 2, Stephan Obenhofer 1, Denis Vasold